June 11, 2026
Einer der am häufigsten übersehenen Aspekte der Erdkabelinstallation ist der Schutz von Kabelmänteln an Ein- und Austrittspunkten. Unabhängig davon, ob ein Kabel von einem Graben in ein Umspannwerk übergeht, aus einem Schacht austritt oder durch eine Betonwand verläuft, stellt die scharfe Kante an der Öffnung eine ernsthafte Gefahr für den Kabelmantel dar. Das Cable Protective Bend Board bietet eine unkomplizierte, kostengünstige Lösung, mit der dieses Risiko vollständig beseitigt werden kann.
Eine Kabelschutzbiegeplatte ist eine gebogene Metall- oder Verbundplatte, die am Rand einer Kabelöffnung installiert wird. Seine glatte, abgerundete Oberfläche sorgt für einen sanften Übergang für das Kabel und verhindert, dass die scharfe Beton- oder Stahlkante den Außenmantel schneidet oder abrieb. Im Gegensatz zu komplexen Rollenmechanismen ist ein Biegebrett ein passives Gerät – keine beweglichen Teile, keine Wartung und extrem lange Lebensdauer.
Biegebretter sind in verschiedenen Materialien erhältlich (feuerverzinkter Stahl, Edelstahl, Nylonverbundstoff) und können individuell mit jedem Biegeradius, jeder Breite und jeder Dicke angefertigt werden, um den spezifischen Projektanforderungen gerecht zu werden.
Biegeradius – Der kritischste Parameter
Für jeden Kabeltyp gilt ein vom Hersteller und durch internationale Normen wie IEC 60840 festgelegter Mindestbiegeradius. Wenn das Kabel um einen kleineren Radius als diese Spezifikation gezwungen wird, können der Leiter und die Isolierung dauerhaft beschädigt werden. Die Biegeplatte muss einen Radius haben, der gleich oder größer als der minimale Biegeradius des Kabels ist. Bei Hochspannungskabeln beträgt dieser typischerweise R300 mm bis R500 mm. Die maßgeschneiderte Fertigung gewährleistet eine exakte Übereinstimmung.
Materialauswahl
Am häufigsten wird feuerverzinkter Stahl gewählt, der eine hervorragende Korrosionsbeständigkeit zu einem wettbewerbsfähigen Preis bietet. Edelstahl (304 oder 316) wird für Küsten- oder Chemieanlagenumgebungen empfohlen, in denen die Korrosion extrem ist. Nylon-Verbundplatten sind nicht leitend und leicht und eignen sich daher ideal für die Nachrüstung bestehender Installationen, bei denen eine elektrische Isolierung erforderlich ist.
Plattendicke und -breite
Die Platte muss dick genug sein, um einer Verformung unter der seitlichen Belastung des Kabels standzuhalten. Für die meisten Erdkabelanwendungen ist 5–6 mm dicker verzinkter Stahl ausreichend. Die Breite sollte den gesamten Bereich der Kabeleinführungswinkel abdecken, die während der Installation auftreten können.
• Stellen Sie sicher, dass das Biegebrett fest mit der Grubenkante verschraubt oder verschweißt ist, bevor Sie mit dem Kabelziehen beginnen
• Der Übergang von der Plattenoberfläche zum Kabelkanal sollte glatt sein, ohne Lücken oder Stufen
• Für mehrere Kabel durch dieselbe Öffnung verwenden Sie eine breitere Platine oder mehrere nebeneinander liegende Platinen
• Überprüfen Sie die Platinenoberfläche vor der Kabelinstallation auf Schweißspritzer oder scharfe Grate
• Verwenden Sie in korrosiven Umgebungen Edelstahlbefestigungen und tragen Sie Korrosionsschutzmittel auf die Schraubenköpfe auf
Biegebretter eignen sich hervorragend für Anwendungen, bei denen der Kabeleintrittswinkel relativ fest und vorhersehbar ist und das Kabel nur einmal (oder selten) durch die Öffnung verläuft. Sie sind für diese Szenarien einfacher, langlebiger und kostengünstiger als rollenbasierte Lösungen. Für hochfrequente Kabelbewegungen (z. B. das Ziehen mehrerer Kabel durch dieselbe Öffnung) wird eine Förderwalze bevorzugt.
Bei richtiger Auswahl – Anpassung von Biegeradius, Material und Abmessungen an Ihr spezifisches Projekt – bietet eine schützende Biegeplatte jahrzehntelange zuverlässige Dienste und beseitigt eine der häufigsten Ursachen für Kabelmantelversagen bei unterirdischen Installationen.